Von Chiang Mai aus geht es über Chiang Rai, wo wir einen kurzen Stop an dem weißen Tempel einlegen,
zum Grenzübergang zwischen Chiang Khong (Thailand) und Houyxai (Laos). Hier bildet der Mekong die Grenze zwischen den beiden Ländern und um nach Laos zu gelangen überqueren wir die Vierte Thailändisch-Laotische-Freundschaftsbrücke.
Das nächste Stück unserer Reise legen wir mit dem Slow Boat auf dem Mekong zurück,
der laut einigen Quellenangabe zu den zehn größten Flüssen der Welt gehört. Wer meint, es gibt kaum noch Geheimnisse auf der Welt, die Quelle des Mekongs ist auch heute noch eins. Seinen Ursprung im schwer zugänglichen tibetischen Hochland konnte er vor den Forschern bislang verbergen.
Die Fahrt von Houayxai nach Luang Prabang dauert zwei Tage. Zur Übernachtung legen wir kurz vor Sonnenuntergang
einen Zwischenstopp in Pak Beng ein. Der kleine Ort im Nirgendwo ist mit unzähligen Gästehäusern auf die Reisenden vorbereitet. Auch die Fahrt am nächsten Tag
führt uns durch eine wunderschöne hügelige Landschaft.
An den Ufern gibt es kaum Siedlungen, nur hin und wieder sehen wir Boote
oder kleine Orte, die meistens nicht mehr als ein paar Hütten sind.
Dementsprechend einfach sind auch die Anlegestellen und meistens nicht mehr als eine Sandbank
oder eine Erhöhung in der Uferböschung. Über einen Trampelpfad geht es dann weiter Richtung Dorf.
Wellen und unruhiges Wasser lassen erahnen, dass der Mekong lange nicht so harmlos ist wie er vielleicht aussieht.
Immer wieder ragen Felsen aus dem Fluss und es gibt kleinere Stromschnellen.
An einigen Stellen ragen am Ufer steile Kalksteinklippen empor. In einer der Steilhänge befinden sich die Pak Ou Höhlen, in denen sich zwei Tempel befinden. Sie zählen zu den bedeutendsten buddhistischen Wallfahrtsorten in Laos.
Nach insgesamt vierzehn Stunden Fahrzeit erreichen wir Luang Prabang. In einer kleinen Nebenstraße befindet sich unser Gästehaus,
nur ein paar Schritte vom Mekong entfernt, dem wir zum Sonnenuntergang noch einmal mal einen Besuch abstatteten.