Die Batu Caves sind Kalksandsteinhöhlen in einem kleinen Bergmassiv am Stadtrand von Kuala Lumpur.
Der Name setzt sich aus dem malaiischen Wort Batu “Stein” und dem englischen Wort Cave “Höhle” zusammen. Die Höhlen erlangten erst 1878 nach der “Entdeckung” des Amerikaners William Hornaday Bekanntheit. Die größte von ihnen ist mit 100 Metern Deckenhöhe die Kathedralen- oder Tempelhöhle.
In ihr wurden 1890 Hinduschreine errichtet, die sie zum wichtigsten Pilgerort außerhalb Indiens macht.
Doch bevor wir die Höhle bewundern können müssen wir erst mal die 272 Stufen erklimmen,
die zum Eingang führen.
Neben der Treppe steht eine fast 43 Meter hohe Statue des Gottes Murugan, dem Tempel und Schreine in der Höhle geweiht sind.
In Südindien und Sri Lanka gehört Murugan zu den populärsten Göttern. Ursprünglich eine Gottheit der Bergstämme hat er sich im Laufe der Geschichte zu einem Kriegsgott gewandelt. Die Schreine in der Höhle erzählen von seinem Sieg über den Dämonen Soorapadam. Um Januar/Februar herum wird mit dem Thaipusam-Fest der Geburtstag Murugans gefeiert, zu dem tausende Gläubige zu der Höhle pilgern.
Ständige Bewohner sind die hier lebenden Makaken, die die Pilger und Touristen als Nahrungsquelle entdeckt haben. So manche Blumengirlande ist schon in den Affenmägen verschwunden bevor sie den Göttern geopfert werden konnte.
Angst haben sie keine, Respekt schon gar nicht und so laufen sie zwischen den Beinen der Besucher herum oder warten auf den Treppenpfosten auf Beute.
Am Fuß des Berges stehen ein Museum und eine Kunstgalerie mit zahlreichen Hindu-Statuen und Gemälden.